Austauschtreffen zur Jugendarbeit in Mering

Die Landtagsabgeordneten Dr. Simone Strohmayr und Peter Tomaschko informierten sich bei der Kinder- und Jugendhilfe (KJH) Wittelsbacher Land über die aktuellen Herausforderungen der Jugendarbeit in Mering

Bild: von links nach rechts - Matthias Matuschka (Kommunaler Jugendpfleger des Landkreises Aichach-Friedberg), Dr. Simone Strohmayr (SPD-Landtagsabgeordnete), Florian Mayer (Bürgermeister Markt Mering), Nathalie Gronau (Fachkraft für Gemeindliche Jugendarbeit in Mering, KJH Wittelsbacher Land), Christian Schmidt (Bereichsleitung Angebote, KJH Wittelsbacher Land), Verena Nittmann (Leiterin Ambulante Angebote, KJH Wittelsbacher Land) sowie Peter Tomaschko (CSU-Landtagsabgeordneter)Im April fand im „Jugendtreff Meringo“ der Kinder- und Jugendhilfe Wittelsbacher Land, die zur Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e. V. (KJF Augsburg) gehört, ein Austauschtreffen statt. Die Landtagsabgeordneten Dr. Simone Strohmayr (SPD) und Peter Tomaschko (CSU) sprachen mit dem Meringer Bürgermeister Florian Mayer (CSU), dem kommunalen Jugendpfleger des Landkreises Aichach-Friedberg Matthias Matuschka sowie Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendhilfe (KJH) Wittelsbacher Land über die aktuellen Herausforderungen der Jugendarbeit. Diese sei nicht nur durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie in den letzten Monaten stark erschwert worden, erklärte ihnen unter anderem Nathalie Gronau, Fachkraft für die Gemeindliche Jugendarbeit in Mering. Hinzu komme auch der sich in den sozialen Berufen immer weiter zuspitzende Fachkräftemangel. Dennoch konnte die KJH Wittelsbacher Land den Jugendtreff sowie die weiteren Bildungs- und Beratungsangebote auch während der Pandemie aufrechterhalten.

Gute Zusammenarbeit zwischen Kommune, Landkreis und KJF Augsburg

„Dank der sehr guten Kooperation mit dem Jugendamt des Landkreises Aichach-Friedberg und der Gemeinde Mering war es uns möglich, kreativ und flexibel auf die neuen Herausforderungen zu reagieren und weiterhin für die Kinder, Jugendlichen und deren Familien da zu sein“, betonte Verena Nittmann, Leitung der Ambulanten Angebote der KJH Wittelsbacher Land. Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis, dem Markt Mering und der KJF Augsburg, die auch Träger des Hortes an der Meringer Grundschule in der Amberieustraße ist, lobte Bürgermeister Florian Mayer. Gemeinsam habe man auch die Neukonzeptionierung des Jugendtreffs veranlasst, so dass künftig auch die aufsuchende Jugendarbeit in das Konzept integriert ist. „Hierdurch ist es möglich, den Jugendlichen ein breites Angebot im gesamten Ort machen zu können“, ergänzte CSU-Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko. „Herzlichen Dank für diese wichtige Arbeit, das große Engagement der Mitarbeitenden und den sehr interessanten Austausch."

Forderungen an die Landespolitik

Die Beteiligten nutzten die Gelegenheit auch, um ihre Anliegen an die Politik zu formulieren. So äußerte Verena Nittmann für den Bereich der Kindertages- und Schulkindbetreuung den Wunsch nach flexibleren Rahmenbedingungen und Qualifizierungsoffensiven: „Der Personalmangel stellt uns vor immer größere Herausforderungen, denn der Bedarf wächst“, so die Leiterin der Ambulanten Angebote der KJH Wittelsbacher Land. Florian Mayer forderte ein Umdenken von der Landtagspolitik: „Der Staat muss dringend eine Imagekampagne starten und das Berufsbild insgesamt attraktiver gestalten. Auch die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse muss hinsichtlich der Fachkräftezuwanderung optimiert werden.“

Dr. Simone Strohmayr versprach, diese Forderungen zu unterstützen. Für sie habe sich in der Corona-Krise gezeigt, wie wichtig die offene Kinder- und Jugendarbeit für unsere Gesellschaft ist. „Viele Kinder haben unter den Schulschließungen, dem Lockdown und den damit verbundenen Social Distancing stark gelitten. Jugendzentren kommt daher eine wichtige Bedeutung zu, denn sie unterstützen die Jugendlichen beim Erwachsenwerden und helfen ihnen bei der Identitätsbildung“, so die SPD-Landtagsabgeordnete. „Umso bedauerlicher ist es, dass sich auch im Bereich der Sozialarbeit der Fachkräftemangel bemerkbar macht. Ich würde mir wünschen, dass soziale Arbeit eine größere Anerkennung in der Gesellschaft findet. Dazu gehört auch eine bessere Bezahlung. Ich werde mich im Landtag dafür einsetzen, dass soziale Arbeit attraktiver wird.“