In Mering gibt es nun "Zukunfts-Taschen"

Ein bayerisches Brot oder ein Kilo Orangen passen gut in den großen Stoffbeutel aus Bio-Baumwolle, den das Bündnis für Nachhaltigkeit nun als zweite Auflage seiner Zukunfts-Tasche auf den Markt bringt.

Die zweite Auflage der Zukunfts-Taschen präsentierte das Bündnis für Nachhaltigkeit, (von rechts) Esther Obst-Kennedy, Michael Dudella und Bürgermeister Florian A. Mayer, ganz links Jörg Häberle, im Edeka-Markt des Sponsors Thomas Kowalski (Zweiter von links). Bereits im vergangenen Jahr konnten umweltbewusste Kunden auf die Mehrwegbeutel für einen möglichst verpackungsfreien Einkauf zurückgreifen, allerdings im kleineren Format. „Unsere ersten 500 Beutel sind bis auf wenige Exemplare alle weg“, freut sich Michael Dudella vom Bündnis für Nachhaltigkeit über die Akzeptanz. Das Thema Müllvermeidung war von Anfang an ein Thema der Aktiven und nach dem Meringer Zukunftsbecher kümmerten sie sich um geeignete Zukunfts-Taschen. Vor allem Esther Obst-Kennedy befasste sich mit dem Thema. „Unsere Beutel aus Bio-Baumwolle wurden unter fairen Bedingungen in Böhmen genäht und das Etikett und die Banderole in einer Behindertenwerkstätte in München bedruckt. “Im Unterschied zur ersten Auflage er Taschen wurde dieses Mal das Eigengewicht des Stoffbeutels gleich mit aufgedruckt. Es sind 25 Gramm, die beim Wiegen der Ware an der Kasse einfach abgezogen werden können. Die kleineren Zukunfts-Taschen wiegen 18 Gramm.

Die nachhaltige Herstellung des Plastik und Papiertüten-Ersatzes ließ sich das Meringer Bündnis einiges kosten. 4,14 Euro kostet jede Zukunfts-Tasche im DIN A 3 Format. „Das hätten wir vom Bündnis nicht stemmen können, darum sind wir froh, dass Thomas Kowalski wieder die Finanzierung übernommen hat“, erklärt Jörg Häberle. Die neuen Zukunfts-Taschen wurden zunächst in kleinerer Stückzahl geordert und sind im Edeka-Markt an der Kasse erhältlich. Abgegeben werden die Zukunfts-Taschen gegen eine Spende zugunsten der Meringer Tafel. „Diese kann gerade derzeit jeden Euro besonders gut gebrauchen, da in Corona-Zeiten nicht so viele Spenden eingehen wie sonst“, weiß Thomas Kowalski. Mit den Spendengeldern können dringend benötigte Waren ohne schnelles Verfallsdatum wie Waschpulver, Hygieneartikel oder Konserven zugekauft werden. Den besonderen Hygienemaßnahmen in Zeiten der Corona-Pandemie steht ein Gebrauch der Stoffbeutel an der Obst- und Gemüsetheke nicht entgegen, erklärt der Marktleiter. Trotz Pandemie ist das Meringer Bündnis für Nachhaltigkeit aktiv. In Planung ist schon der vierte Zukunftsmarkt, der am Sonntag, 27.Juni, in Mering stattfinden wird. Bis dahin möchte man gerne die FairTrade-Zertifizierung für die Marktgemeinde erreichen. Das ersehnte Siegel könnte dann bei diesem Anlass überreicht werden. Eine Steuerungsgruppe koordiniert bereits in Zusammenarbeit mit der Verwaltung alle Aktivitäten von Vereinen, Organisationen und Einzelpersonen. Interessierte können sich unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! informieren.

Die Zukunfts-Taschen sind bei Edeka Kowalski in Mering gegen eine Spende an der Kasse erhältlich.
Bestellt werden können sie auch über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder bei Michael Dudella, Telefon 0821/31663523.

Bericht mit freundlicher Genehmigung von Heike Scherer, Friedberger Allgemeine